
Was passiert, wenn sich 35 Menschen aus unserer Gemeinschaft für 8 Tage mit einem festen Commitment dem Thema Vertrauen, Liebe und Gemeinschaft widmen? Diese Frage hatte sich das Leitungsteam dieser Intensivzeit der Ausbildungsgruppe (kurz ABG), bestehend aus Eva, Simon und Eivind gestellt und sich dabei auf das Experiment eingelassen, die Gemeinschaftsintensivzeit als Co-kreativen-Prozess zu gestalten. Doch woraus entsteht Vertrauen untereinander und in einer Gruppe und wie kommen wir dort hin?
Schon zu Beginn sitzen wir in unserer Aula in einem engen Matratzenkreis zusammen, umrahmt von einer zweiten Reihe Sofas. Unterschiedlichste Menschen, unterschiedlichstes Alter, unterschiedlichste Vorstellungen und Erfahrungen, von Menschen, die schon mehrere Jahrzehnte am Platz leben bis zu Menschen, die vor wenigen Monaten neu eingetroffen sind, reicht die Spannbreite. Vorfreude ist spürbar, aber auch Unsicherheit und Unklarheit liegen in der Luft. Na hoffentlich geht das mal gut.
Um unseren Nervensystemen die Möglichkeit zum Landen zu geben suchen wir uns am ersten Tag je zu zweit einen anderen Menschen als Schutzengel. Durch körperliche Berührung und einladende Worte explorieren wir auf spielerische Weise den Raum.
Wir kommen an, bei uns, im Raum und in der Verbindung, behütet, verspielt und gewollt. Ein erstes Gefühl von Sicherheit ist entstanden. Wir sind bereit, uns langsam an unsere Verletzlichkeit heran zu tasten. Jeder ist eingeladen den Satz: „Manchmal tue ich so als ob ..., obwohl ich eigentlich ...“ für sich zu vervollständigen. Die ersten Masken fallen, es wird berührbarer, tiefer und vielschichtiger. Aus einem wilden Herzklopfen wird Erleichterung. Ich darf mich in der Gruppe zeigen auch ohne Maske und werde trotzdem angenommen, bin willkommen so, wie ich bin. Etwas entspannt sich im Gruppenkörper, ein erster herausfordernder Schritt Richtung Vertrauen ist getan.
Immer wieder wird der Raum geöffnet, um in die Gruppe hineinzuhorchen, sich zu zeigen, mit dem was gerade da ist, was ausgedrückt und ins Fließen gebracht werden möchte. Dazu nutzen wir sowohl die Kreisstruktur als auch unterschiedlichste Formate des Forums. Der erste Abend findet seinen Ausklang durch schamanisches Trommeln und Gebet.
Morgens starteten wir mit somatischen Verkörperungsübungen in den Tag. Angeleitet von Janina, Rina oder Jasmin, welche uns dabei unterstützen in unseren physischen Körpern anzukommen, in Verbindung mit uns selbst, unseren Körpern und Gefühlen und in eine achtsame Verbindung mit anderen. Jonas

Geschlechterfrieden
dieses Thema ist lange Tradition hier in unserem Projekt – "es kann keinen Frieden geben, solange zwischen den Geschlechtern Krieg ist", ist eines der vielgenannten Zitate.
Wir bereiten uns vor in Kleingruppen. Ich habe Widerstand und weiß erstmal gar nicht, was ich zu diesem Thema sagen kann – und bin dann überrascht, als ich auf subtile Abwehrmechanismen gegen das männliche Geschlecht in mir treffe. Der Wunsch in mir wird wach, dass ich da langsam sein möchte. Mir mehr Zeit nehmen möchte mit meinem Gegenüber in Kontakt zu sein und mich auf die Begegnung einlassen möchte – ich möchte nicht die alten Erfahrungen, die ich mit Männern gemacht habe, auf einen Menschen legen, der mir gerade begegnet. Und ich möchte mit mir in Kontakt sein, um die Grenzen zu setzen, die nötig sind und um mich selbst zu vertreten.
In einem rituellen Raum sprechen wir dann zum anderen Geschlecht oder zum eigenen – über das, was wir selbst zum Geschlechterfrieden beitragen möchten – welche Schritte wir da gehen wollen. Das ist sehr berührend für mich. In einer Welt, in der patriachale Strukturen wieder so stark aufkommen, ist es wichtig Schritte in eine andere Kultur zu gehen. Tatjana
Jenni als Jesus
Jennifer trägt zusammen, was sie in letzter Zeit gelesen hat - über die Geschichte unserer Zeit, den vergangenen 290.000 Tausend Jahren vor dem Patriarchat, Und dann den letzten 10.000 Jahren, den Veränderungen über die Zeit, seit der Besitz in das Leben der Menschen gekommen ist. Vom Patriarchat. Die Veränderung der Geschlechter Rollen darin. Die Verschiebung der Machtverhältnisse hin zum Mann, weg von der Frau seitdem und darin. Beindruckend. Infrage stellend. Wahr? Wer weiß das schon. In jedem Falle macht es Sinn einmal diese Perspektive als Möglichkeit zuzulassen, dass das unsere Geschichte ist.
Und dann kommt sie zur entscheidenden Fragestellung: Wie anders wäre unsere Welt geworden, wenn Maria Magdalena als Jesus' sexuelle Geliebte / Gefährtin akzeptiert gewesen wäre. Wenn Jesus als sexuell Liebender in die Geschichte eingegangen wäre. Wie wäre es, wenn Sexualität nicht mehr beschämend wäre, sondern liebend, „normal“… Und dann aber hat sie geendet in der Qualität des ganzheitlichen Jesus: Wie wäre es, wenn wir es vermögen würden uns wirklich gegenseitig Wahr zu nehmen? In unserer Ganzheit.
Mit diese Worten schreitet sie durch unsere Mitte, verbindet uns als Mensch unter Menschen - in jesushafter Manier. Jenni als Jesus - Wer hätte das gedacht?! Eva
Flexibel im Plan
Wir haben im Vorfeld in der Ausbildungsgruppe viele Themen, Formate, Übungen gesammelt, sortiert, geplant und an entsprechende Slots gesetzt. Es sollte bewusst eine Intensivzeit sein, die Kokreation einlädt. Es gibt mehr Ideen, als wir zeitlich umsetzen können. So gibt es für viele Slots mehrere Möglichkeiten, und schon im Vorfeld war klar, dass wir nicht alles von den Ideen umsetzen können.
Wir einigen uns gleich am Anfang darauf, dass wir nichts „abarbeiten“ wollen, und eher gemeinsam im Flow entscheiden, was jeweils dran ist, sich für das Gesamtgefäß stimmig anfühlt. Zum Beispiel die Idee, ein Ölritual zu machen: kommt 3 Mal auf, und es ergibt sich jedes Mal nicht, weil etwas anderes dran ist.
Dadurch brauchen wir immer wieder Zeit, um jeweils zu schauen, was jetzt dran ist und wir erforschen dabei auch, wann es gut ist, eine klare Leitung zu haben und wann es gut ist, gemeinsam weiter zu gehen. Durch die Flexibilität entsteht auch: dass wir „nichts“ machen. Und diese neue Qualität lernen wir zu schätzen! Fritz
Seelenweg der Liebe mit Dolores
Dolores nimmt uns mit auf den Seelenweg der Liebe. Wie drückt sich dein Seelenweg der Liebe aus? Wie und wohin fließt die Liebe in deinem Leben? Wo sind die Widerstände, die ein Fließen verhindern? Wie gehst du mit diesen um?
Diese Fragen erforschen wir in Zweier-Übungen. Die Hand auf dem Herzraum der anderen Person. Durch geflüsterte Fragen begeben wir uns in eine Seelentrance. Ein Fließen dessen, was sich zeigt, ohne dem Verstand zuviel Bedeutung zu geben. In Verbindung mit der inneren Liebe und ihrem Ausdruck und den menschlichen Widerständen (und Emotionen) sind wir in Kontakt mit unserem individuellem Seelenweg. Schritt für Schritt sich dem Kern unseren Seins annähernd, komprimiert in einen einzigen individuellen Satz: Ich bin… Liebe / Wollen / im Widerstand.
"Darf ich das so frei vor allen ausdrücken?" "Ja, flüstert die Seele." Und die Gemeinschaft lauscht und bezeugt.
Wir sind da, alle auf unserem individuellen Weg der Liebe. Jonas
Tempel
Letztes Jahr gab es im Vorfeld ein klares Team, das den Tempel geplant hat. Dieses Jahr gibt es das nicht. Einen Tag vorher findet sich ein 3er Team, das in den kurzen Pausen schnell etwas zusammenstellt. Den Vormittag bauen wir zusammen auf, teilweise kommt schlechte Stimmung auf - wegen Kommunikationsschwierigkeiten, und weil noch nicht alles zu Ende geplant ist. Es ist dann schon fast überraschend, dass der Tempel so gut geklappt hat, wieder so schön war!
Nach berührenden Männer- und Frauenkreisen gibt es dann im Tempel ein paar vorbereitende geleitete Übungen, wie blinde Begegnungen. Dann geht es über in den Freeflow.
In mehreren Arealen, für verschiedene Erfahrungen - eine blinde Area, eine Tanzarea, Aktzeichenzone, ein Knutschsofa, und eine große Spielwiese – entsteht ein sehr fließendes Feld. Es gibt immer wieder neue Konstellationen von Menschen, die sinnlich, zärtlich, erotisch, verspielt, langsam, schnell, allein, zu zweit, zu mehreren sind, auch geschlechtsunabhängig. Es fühlt sich sehr warm und verbunden an.
Nach dem Tempel bewundern wir die Zeichnungen derer, die Szenen mit Stift und Papier aufgefangen haben. Gut, dass wir den Tempel wieder gemacht haben! Unser Vertrauen ist gestärkt. Fritz
Oben Ohne
Wir reflektieren den Tempel. Sind eigentlich schon fertig. Dann meint Barbara noch in einem Nebensatz: „Und ist euch eigentlich aufgefallen, dass während des ganzen Tempels nur eine Frau Oben Ohne war und fast alle Männer?“ Irgendwie fand ich das eine unpassende Bemerkung an dieser Stelle, wo wir schon am Abrunden waren. Dann also, eher in der Abwehr, dachte ich nur: „Ist doch ok, dass das so war, wir sind doch frei, war doch unsere Entscheidung“. Dann hat diese Bemerkung einfach in uns allen still weiter gewirkt. Auch ich habe noch ein paar Wellen genommen und mich zu fragen begonnen, was es braucht, um uns gemeinsam wirklich frei zu fühlen, was es braucht, dass das oder das nicht nur aus Versehen geschieht… Unsere Entscheidung?
Am nächsten Tag. Wir tanzen in ausgelassener Lebendigkeit. Nach einer Weile beginnt sich eine Frau* oben herum auszuziehen. Die Nächste folgt. Wir tanzen. Dann die nächste. Bis fast alle außer wenigen oben ohne sind. NUR Frauen*. Wir lachen. Freude ist laut. Wir tanzen weiter. Schön uns so sehen zu lassen, vertraut zu fühlen. Frei.
Stille Demut breitet sich aus. Im Raum wird die Ganzheit wahrgenommen. Die Awareness der Männer, dass sie gerade NICHT dran sind. Und: Wir sind ein Raum. Zusammen. Gehalten. Ein Momentum für den Geschlechterfrieden. Eva
Kreativer Abend
Gesang und Gelächter, Improvisation und Ausdruck.
Ein gelungener Abend, ein verbindendes Miteinander durch Chor-Improvisation und Theater. Begriffe fliegen durch den Raum, wollen ihre Form finden. Durch Musik, Sprache und körperlichen Ausdruck. Kreative Wankelmütigkeit gepaart mit unterschiedlichsten Arten von Humor und Ausdruck. Jonas

AWM
Hui, wir entscheiden uns: (Anstatt ins Öl zu gehen - traraaa! Klappe die Fünfte) Eine Runde zum diskursiven Thema Alter Weißer Mann. Neben vielen Emotionen, sind mir vor allem 3 Statements in Erinnerung geblieben: Ein älterer Mann: „Dieser Begriff ist eine Ablenkung vor den wirklich gesellschaftlich und politisch relevanten Themen. Es geht um die MachtEliten, die SuperReichen der Welt, die die Menschheit durch ihren Besitz beherrschen und steuern. Da müssen wir hinschauen.“ Ein junger Mann: „Was für ein revolutionärer Begriff, der das Potential hat die gesamte Gesellschaft zu revolutionieren. Wir sollten ihn uns zu eigen machen!“ Ein junger Mann: „Wenn ich auf den Begriff schaue, möchte ich selbst nicht alt werden. Es ist ein gefährlicher Begriff“. Die Frage bleibt. Gibt es einen älteren Mann, der zu Recht sagt: „Ein toller Begriff, her damit!“? Und was hatten eigentlich die Frauen nochmal zu dem Begriff beigetragen? Wut. Und Sehnsucht: Die Verantwortung und Privilegien des Alters und der Männlichkeit und auch der Herkunft/ Hautfarbe erkannt und anerkannt zu wissen. Die Sehnsucht souveräne Gegenüber zu finden, die um Ihre Grenzen Wissen und die des Gegenübers. Die der gegenseitigen Wahrnehmung befähigt sind. Und da bleiben. Und nicht auf Projektion reagieren. Die Sehnsucht, nicht alleine für eine gemeinsame und gerechtere Welt zu kämpfen, sondern gemeinsam.
Wir würden uns gerne einigen, dass wir unter uns den Begriff nicht mehr nutzen. Auch nicht auf unseren Camps. Das bringen wir nicht mehr zu Ende. Und es tut gut uns zusammen zu konfrontieren. Da zu bleiben. In Wertebildung zu gehen. Anzufangen uns verstehen zu lernen.
Und im Chat wird geschrieben: Wie wäre es, wenn wir in Zukunft von Alten Weisen Männern - und - Frauen sprechen können? Und in mir taucht die Frage auf: Hätte ich in der Zeit nicht doch lieber zusammen mit Weisen Männern und Frauen im Öl gebadet? Eva ps: Die Zitate entsprechen meiner Erinnerung, und geben nicht den genauen Wortlaut der anderen wieder ;)
Gemeinsam das Nichts tragen
Wir kennen im ZEGG das Tun, das Mehr Tun – Müssen, das Besser Machen, das Noch Mehr Machen – Müssen, das Bewusster Werden Wollen, das An Sich Arbeiten Dürfen. Klar, für die Krisen, in denen wir heute leben, braucht es Pläne, Antworten, Reaktionen, Konsequenzen. Für die Weltverbesserung braucht es Action! Höher, schneller, weiter wird zu bewusster, aktiver, engagierter. Gerade in Gemeinschaft, in einer intentionalen noch dazu. Aber was passiert, wenn wir mal gar nichts tun. Zusammen. In Gemeinschaft.
Genau das erforschen wir in unserer Intensivzeit. Weniger als Auftrag, als Top, der abgearbeitet werden sollte. Es geschieht einfach. Oder im Conscious Talk: es emergiert, es kommt also organisch aus der Gruppe selbst heraus auf als Fragestellung.
Wir sind im ZEGG super darin, riesige Festivals zu stemmen, oder soziokratisch unsere Strukturen zu erneuern, in der Liebe zu forschen und einen Ökoneubau auf den Weg zu bringen. Aber wie geht das gemeinsame Nichtstun? Einen Raum zu navigieren, in dem erstmal "nichts"passiert, in dem das Gewesene nachklingen darf und sich neu sortiert, die Nervensysteme sich coregulieren und eine Lücke für das Jetzt entstehen kann?
Wir sitzen also da zu dreißigst nach 3 Stunden Gemeinschaftsraum, die Emotionen und Energiekörper beben noch nach vom gemeinsamen Diskurs eben gerade. Ein Blick auf die Uhr zeigt: noch 20 Minuten bis zum Mittagessen (das ist bei uns ja auf 13 Uhr getaktet). Die einen atmen noch tief ein und aus, andere springen auf und wollen aufs Klo. Was machen wir mit diesen kostbaren 20 min? Noch schnell ein neues Thema aufmachen? Oder doch ein wenig Körpersession zur Entspannung? Oder mal kräftig entladen in 2er Gruppen? Oder (und das taucht tatsächlich kollektiv aus der Gruppe auf) mal gar nichts tun. Normalerweise gehen wir dafür auseinander, jeder in seine vier Wände oder spazieren oder ähnliches. Dieses Mal bleiben wir dafür einfach zusammen und tragen gemeinsam die Leere. Für mich ist es Mind blowing. Eigentlich unspektakulär, weil schlicht, so simple. Aber im Alltag kommt das selten vor. Und das Verbundensein zu spüren, das sich im Raum ausbreiten kann, das schlichte Sein zu erfahren, ist irgendwie groß und hat einen enormen vertrauensstärkenden Effekt auf mein Nervensystem.
Im Laufe der Intensivzeit experimentieren wir mit diesem gemeinsamen Nichts-Tun immer wieder, weil wir erkennen, dass darin etwas Wertvolles für uns liegt. Und es gleichzeitig sehr ungewohnt für uns ist. Dennoch scheint diese Erfahrung im stürmischen ZEGG Leben wie ein zartes Pflänzchen. Bleibt zu hoffen, dass aus dem Keimling der Intensivzeit irgendwann ein schattenspendender Baum fürs ZEGG erwächst. Ich würde es mir wünschen. Simon
Transfigurationsritual
Ich habe meine Liebe zu Ritualen entdeckt. Rituale bewirken ein höheres Bewusstsein. Ich kann aus meinem Alltags-Ich aussteigen und mich mit einem liebenden, achtsamen Sein in mir verbinden.
Für den letzten Vormittag lädt uns Jonas zu einem Transfigurationsritual ein. Was für ein Name. – so ein komisches Wort, aber es ist ein Ritual aus dem Tantra und das finde ich spannend. Wir kommen alle in schöner Kleidung und ehren somit uns selbst und auch die anderen.
Wir setzen uns in einen Innenkreis (meistens die Männer, aber auch Frauen, da wir mehr Frauen sind) im Außenkreis sitzen die Frauen. Im Tantra geht es viel um die zwei Geschlechter – daran reibe ich mich, aber ich übersetze dies hier für mich – es geht gerade nicht um Mann und Frau, sondern um Menschsein für mich.
Ich im Außenkreis habe mit allen Menschen im Innenkreis Kontakt hier in diesem Ritual. Wir sitzen gegenüber, halten unsere Hände auf eine bestimmte Art und schauen uns in die Augen. Für ungefährt 4 Minuten pro Person. Es begleitet uns eine Musik und gibt die Zeit vor.
Ich erlebe die Musik als sehr unterstützend für meine Herzöffnung und mich ganz in das Ritual zu begeben. Es bringt mich auch mit meinem spirituellen Sein in Verbindung.
Jedem Menschen hier im Innenkreis zu begegnen und den Göttlichen Kern zu sehen hinter der Persona – ist für mich sehr bewegend – es fließen immer mal wieder Tränen. Ich fühle mich weich, offen und liebend. Ich sehe nicht die Menschen meines Alltags, sondern das tiefere Wesen und jedes berührt mich auf seine Art. Ich sehe, dass wir Menschen göttlich sind und das tut gut, denn ein Blick in die Welt lässt mich auch oft am Menschen zweifeln. Ich sehe die Schönheit eines jeden und werde gleichzeitig in meiner göttlichen Schönheit gesehen. Das ist groß! Ich habe das Gefühl mein Bewusstsein weitet sich – meine Liebeskraft ist spürbar in diesem Raum - und meine Liebe zu Ritualen wird so deutlich für mich. Ich glaube, dass wir Menschen Rituale brauchen, um aus unserem gewohnten AlltagsIch auszusteigen. Tatjana
Und zum Abschluss ...
2 Mal haben wir auch die Gesamtgemeinschaft mit eingewoben, mit all denen, die sich nicht für die ganze Zeit kommitten konnten, weil sie an anderen Stellen für uns wirksam waren. Und die wo anders lebenden Partner*innen waren bedacht und auch einmal eingeladen. Möge all das uns und über uns hinaus gedient haben, möge es wieder in unsere Festivals fließen (Auftrag an die ABG :) und unseren Gäst*innen zu Gute kommen ... in all seiner Vielfältigkeit und unserer Vielfalt ... dieser gemeinsam geglückte Weg in ein Mehr an Vertrauen! D A N K E.
...
... Danke, dass ich hier sein darf, als Freiwilliger. Einfach so bei euch voll in die Mitte, voll am Herzen dran. Frank
... Vertrauen hat für mich auch immer wieder diese Langsamkeit geschaffen, die wir reingeholt haben an bestimmten Stellen, wo es heißer wurde und dass dann alle dageblieben sind. Tatjana
... Bis vorhin war ich noch in einem ganz tiefen Selbstkontakt- und Spürraum und das feiere ich, dass es viele Momente gab, wo ich so ganz, ganz tief bei mir war und ganz entspannt und irgendwie in einem zeitlosen Fühlraum. Barbara
... Mir hat das Commitment auf jeden Fall gedient, so eine Beständigkeit und man weiß: Ja, am nächsten Tag sehen wir uns alle wieder und es sind nicht wieder ganz neue Leute. Es muss nicht heute fertig werden, weil morgen können wir es weiterbewegen, einfach im Zeitflow. Fritz
... Ich bin total glücklich, dass ich mich doch noch mal aufgemacht habe, hierherzukommen. Im Vorfeld herausfordernd war, die alte weiße Frau zu sein und viele junge Männer hier zu sehen und jetzt ist da was aufgegangen. Cornelia
--- Und mir ist es nach diesem Tempel bisschen schwergefallen, nicht ständig an euch rumzuknappern. Rina