Was macht das G-Team?
Das Bau- und Geländeteam, kurz G-Team genannt, ist zuständig für eine große Bandbreite von Aufgaben innerhalb der soziokratischen Selbstverwaltung des ZEGG. Alles, was im Rahmen des ZEGG mit Bau und Sanierung, Wald- und Geländepflege, Instandhaltung, Hausmeisterei, Heizung, Wasser und Abwasser, Brandschutz, Informationstechnologie zu tun hat fällt in seine Zuständigkeit.
Seit langer Zeit ist es so, dass sich die Mitglieder des Kernteams – insgesamt rund 12 Personen, von denen die alle nur Teilzeit-Arbeitsverträge haben – alle 14 Tage zu einem Teamtreffen versammeln, bei dem die wesentlichen das Team betreffenden Fragen diskutiert und beschlossen werden. Oder sie werden, wenn sie die Belange auch anderer Kreise betreffen, soweit vorbereitet, dass der übergeordnete Kreis, der Koordinierungskreis, darüber entscheiden kann, oder in ganz wichtigen Fragen auch die Vollversammlung der stimmberechtigten Gemeinschaftsmitglieder. Im Koordinierungskreis sitzen aus jedem der Kreise zwei Menschen: Eine Person wird vom Kreis als Delegierte[r] des Teams gewählt, eine Person wird vom Koordinierungskreis gewählt als Leitung des Kreises. Beide vertreten im Ko- Kreis (Koordinierungskreis) gleichberechtigt das Bau- und Geländeteam.
Effizienz steigern?!
Schon länger gab es Überlegungen darüber, wie die Struktur der vierzehntägigen Teamtreffen effizienter und wirkungsvoller gestaltet werden kann. Bislang war es so, dass alle Teammitglieder aufgefordert waren, sich zu allen dort vorgebrachten Themen eine Meinung zu bilden und sich an den entsprechenden Entscheidungen zu beteiligen. Mit dem Ergebnis, dass sich auch unsere IT-Spezialisten mit Fragen der Brennholz-Einlagerung befassen mussten, und die Menschen aus der Hausmeisterei mit Fragen der Wärmedämmung, und so weiter. Bei der Teamleitung lief dann alles zusammen, und sie musste sich mit nahezu alle das Team betreffenden Fragen beschäftigen.

Umstrukturierung
Bei der alljährlichen Klausurtagung des Teams im Dezember dieses Jahres wurde jetzt eine readikale Strukturreform beschlossen: Das Gesamtteam teilt sich auf in vier Unterkreise plus einen Zentrumskreis (Büro / Verwaltung und Kreisleitung), in denen die anfallenden Fragen weitgehend selbständig besprochen und entschieden werden sollen. Die Unterkreise heißen: Gelände (Gelände und Waldpflege, Permakultur, Holzeinschlag, Platzpflege), Bau (alles, was mit größeren Sanierungs- oder Neubaumaßnahmen zusammenhängt), Strom (IT, Internet Telefon, Brandmelder plus Stromversorgung insgesamt) und – jetzt kommt es – Panta. Dieser Begriff steht in gewisser Weise für den ganzen Rest. Ursprünglich hieß der Unterkreis Hausmeisterei, Instandhaltung, Versorgung, Wasser und Abwasser. Doch das war uns zu lang, und inspiriert von dem bekannten altgriechischen Ausspruch ‚Panta Rhei‘ – alles fließt‘ wurde der Name geboren, wobei wir im Geiste immer hinzufügen „an die richtigen Stellen!“
Es wird weiterhin ein Orga- oder Steuerungstreffen geben, bei dem 1-2 Menschen aus den jeweiligen Unterkreisen zusammenkommen, aber es muss nicht mehr jedes Teammitglied über alle das Gesamtteam betreffenden Fragen nachdenken. Und die Teamleitung – aktuell ist das Heinz Eisner, der auch im Team der Geschäftsführung mitarbeitet – gewinnt Raum und Zeit für die vielfältigen anderen Aufgaben.
Neue Delegierte
Turnusmäßig alle zwei Jahre steht im Kreis die Wahl des oder der Delegierten auf der Agenda, wobei die Menschen, die diese Rolle innehaben, durchaus auch im Amt bestätigt werden können. Doch Gerrit Jacobi war vor zwei Jahren nur übergangsweise gewählt worden uns stand für die nächste Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung. Gewählt wurde in großer Einmütigkeit Tina Pöhls, die einen großen Teil der Büroarbeiten im Team verantwortet und im Heizungsteam mitarbeitet. Sie wird den Kreis mindestens zwei Jahre im Koordinierungskreis vertreten.
Soziales Zusammenkommen
Kollegiales und möglichst auch freundschaftliches Zusammenkommen und gegebenenfalls auch Konfliktklärung sind wichtige Werte für das Arbeiten im ZEGG. Deshalb wurde bei der Klausurtagung auch beschlossen, dass es einmal im Monat einen noch nicht näher definierten Raum für die Pflege der sozialen Beziehungen innerhalb des Team geben soll. Und es wurde bestätigt, dass die allmorgendlichen Neun-Uhr-Treffen, bei dem alle an dem jeweiligen Tag Mitarbeitenden für eine kurze Morgeneinstimmung und anschließenden Austausch über die Aufgaben des Tages zusammenkommen, für Teambildung und Koordination eine wichtige Rolle spielen und beibehalten werden sollen.

To-Do-Liste schrumpft
Eine interessante Erfahrung gab es gegen Ende des Treffens: Heinz stellte eine lange Exel-Liste vor mit Vorhaben und Aufgaben, die sich im Lauf der Jahre angestaut hatten. Jeder einzelne Punkt wurde besprochen – und fast ein Drittel aller Einträge konnte gelöscht werden als ‚schon erledigt‘ oder ‚erstmal nicht wirklich wichtig‘.
Fehlende Ressourcen
Das wirkte befreiend. Denn: Das Team ist, zumindest was Gemeinschaftsmitglieder mit entsprechender Ausbildung angeht, eher schlecht aufgestellt. Wir sind glücklich über unsere externen als Vollzeitkräfte angestellten Handwerker (je ein Schreiner, Maurer und Elektriker), doch intern sind die Kapazitäten in den letzten Jahren erschreckend geschrumpft. Vor allem im Bereich der Sanitärkompetenz klafft eine empfindliche Lücke, seit unser langjähriger Klempner in Rente gegangen ist.